Dass ältere Gebäude mit schlechter Energiebilanz nicht unbedingt Neubauten weichen müssen, um den heutigen Ansprüchen von Lebensqualität und Energieeffizienz gerecht zu werden, zeigt ein anspruchsvolles Sanierungsprojekt in Zürich.
Die aus den 70er Jahren stammenden Hochhäuser der Sihlweid-Siedlung im Leimbach-Quartier in Zürich werden seit Sommer 2011 modernisiert und sollen nach Fertigstellung die Anforderungen der "2000-Watt-Gesellschaft" erfüllen.

Ziele waren dabei,

  • den Energiebedarf unter anderem durch Wärmedämmung zu reduzieren,
  • die Energieproduktion weitestgehend vor Ort zu ermöglichen und
  • die "graue Energie", also die Energie, die für Herstellung, Transport, Lagerung, Verkauf und Entsorgung eines Produktes benötigt wird, durch kompakte Bauweise bei der Modernisierung der Wohnungen, möglichst gering zu halten.

Angestrebt ist die Reduktion des Energiebedarfs um 80% nach der Sanierung.

Da für die Stromproduktion die Standardlösung - Photovoltaik-Zellen auf dem Dach - mangels genügender planer Dachfläche ausschied, entschied man sich für die Verkleidung der Fassade mit Solarzellen. Zehn Monate nach Inbetriebnahme der Anlage erreicht die Stromversorgung 45'000 kWh/Jahr und trägt zur Deckung eines Drittels des Stromverbrauchs der Hochhäuser bei.

Das Sanierungsprojekt Sihlweid soll auch ein Zeichen setzen, dass sich Altbausanierungen auch für private Investoren durchaus rechnen.
Die Mieter würden im Falle von Sihlweid zwar mit einer Erhöhung der Mieten konfrontiert, im Gegenzug würden sich allerdings ihre Nebenkosten durch die erhöhte Energieeffizienz praktisch halbieren.

Weitere Informationen zur Sanierung von Sihlweid:



 

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