Wissenschaftlern der Empa, einer interdisziplinären Forschungseinrichtung im ETH-Bereich, ist es gelungen, CIGS-Dünnschichtsolarzellen, die auf eine flexible Plastikfolie aufgetragen wurden, mit einem Wirkungsgrad von 20,4% herzustellen - dies im Laborverfahren.
Die Technologie soll nun für die industrielle Produktion praktikabel gemacht werden.

CIGS-Dünnschichtsolarzellen bestehen aus Kupfer-Indium-Gallium-Selen-Verbindungen und sind anders als kristalline Siliziumzellen in Grossproduktion meist kostengünstiger und mit weniger Energieaufwand herzustellen. Durch ihr Trägermaterial sind sie zudem leichter und flexibler.
Allerdings konnten Dünnschichtsollarzellen mit kristallinen Zellen im Wirkungsgrad bislang nicht konkurrieren. Bei CIGS-Dünnschichtsolarzellen scheint sich dies mit fortschreitender Forschung und Entwicklung zu wandeln.

CIGS-Dünnschichtsolarzellen auf Polyimidfolie. Quelle: Empa.chNeben Kosten und Wirkungsgrad spielen allerdings eine Reihe weiterer Kriterien eine Rolle für die Entscheidung für oder gegen den Einsatz einer Technologie für die Solarenergie-Produktion. Ein Kriterium ist sicher ein grosser Nachteil für die CIGS-Technologie: Indium, Gallium und Selen sind im Vergleich zum hochverfügbaren Silizium seltene Metalle, deren Verbrauch rasanter zunimmt als deren jährliche Produktionsmenge. Zusätzlich wird zum Teil ein Versiegen der irdischen Ressourcen in den nächsten Jahrzehnten befürchtet. Zudem steckt man beim Recycling dieser seltenen Metalle noch in den Kinderschuhen.

Weitere Informationen:


Nebenbei:
Sonnenenergie in der Schweiz nur mit Handbremse. Warum die Solarenergie in der Schweiz kaum vom Fleck kommt - David Stickelberger, Geschäftsführer von Swissolar, dem Branchenverband der Solarindustrie in der Schweiz, im Gespräch mit Christoph Keller im Kontext vom 14.01.2013 auf Radio SRF2 Kultur



 

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